Begegnungen Teil 2

Heute früh beim Abstieg von der Veitsch traf ich am Teufelssteig zwei Männer. Ein Lienzer mit seinem Schwiegervater. Wir kamen schnell ins Reden, und als ich meine Geschichte und mein Ziel erzählte, meinte der Schwiegervater voller Inbrunst: „Also oan Varuckt’n hob ma heit somit scho troff’n“. Großartig!

Im weiteren Reden erzählte er fast nebenbei, dass er gerne aus seinem Tal raus möchte. Ich meinte, dass das dann ein wunderbarer Schritt sei, heute auf den Berg zu steigen. Jetzt im Weitergehen hatte ich immer mehr das Gefühl, da ging es möglicherweise auch um eine größere Geschichte dahinter.

Beim Abschied hatte er noch gemeint: „So einen Sohn hätte ich gerne, der so eine Tour zu seinem Vater auf sich nimmt“. Wie berührend für mich.

Falls du das liest, wünsche ich dir für deinen Weg auf „deinen“ Berg von ganzem Herzen alles Gute. Dort oben gibt es herrliche neue Perspektiven, weite Horizonte und befreiende Ausblicke. Es lohnt sich!

 

3 thoughts on “Begegnungen Teil 2

  1. Amandus

    Lieber Tom,

    danke, dass du unsere kurze Begegnung am Teufelssteig (auf dem Weg zur Hohen Veitsch) in deinem Blog aufgenommen hast. Wir haben uns sehr gefreut, deine Zeilen zu lesen und uns noch einige Male über unser kurzes Gespräch unterhalten. Es ist uns gleich aufgefallen, mit welcher Offenheit du uns begegnet bist. Die Offenheit ist es, die wir mitnehmen und auch anderen Menschen weitergeben wollen – ganz unvoreingenommen und mit Wohlwollen.
    Wir wünschen dir für deine Reise noch ganz viele Begegnungen, die dich auf deinem Weg zu dir und zu deinem Vater weiterbringen.

    Amandus und Valerio

    P.S. Es gelang dir in dieser kurzen Begegnung ein klein wenig in meine Seele zu blicken. Das hat mich sehr berührt.

  2. Pingback: Tag 21: Wahre Glücksgefühle! | NACH HAUSE GEHEN

  3. Daniel

    Spontan als „Varuckten“ bezeichnet zu werden kann auch ein schönes Kompliment sein. Hat sich im Verlauf der Begegnung dann ja auch bestätigt :-)
    Ver-rückt, ab-gerückt zu sein vom Gewöhnlichen, vom Massenhaften und Alltäglichen. Dieses Zer-rückte, ein Un-gewöhnlicher zu sein, was man sich selber oftmals selbst leider nicht zutraut. Eine vorhandene Anerkennung, die erst unterschwellig geäußert wird, vielleicht weil man es zu Beginn sich noch nicht traut es direkt zu sagen. So bei mir gelegentlich. Sehr schön zu lesen wie sich die Begegnung dann weiterentwickelte…

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